Grignan

Autagnes

Station

1

Wenn wir über Feuchtgebiete sprechen, worum genau handelt es sich dann? Feuchtgebiete werden durch Vorschriften definiert, insbesondere durch das Umweltgesetzbuch, als Landflächen, die bewirtschaftet oder nicht bewirtschaftet werden, normalerweise regelmäßig oder zeitweise mit Süßwasser, Salzwasser oder Brackwasser überflutet oder durchtränkt sind. Wenn Vegetation vorhanden ist, wird sie von hygrophilen Pflanzen dominiert, das heißt von Pflanzen, die Feuchtigkeit mögen. Das bedeutet, dass Wasser während eines Teils des Jahres möglicherweise nicht ständig sichtbar ist.

Diese Umgebungen erbringen zahlreiche ökologische Dienstleistungen. Zu den wichtigsten gehört der Schutz einer bemerkenswerten Biodiversität und die entscheidende Rolle bei der Regulierung des Wasserzyklus. Tatsächlich haben diese Umgebungen die Fähigkeit, große Wassermengen zu speichern, ähnlich wie Schwämme. Diese Rolle ist besonders nützlich während Hochwasser, wenn Wasser aus Flüssen überläuft, aber auch während Trockenperioden, wenn Feuchtgebiete das gespeicherte Wasser an benachbarte Flüsse zurückgeben können. Feuchtgebiete sind in der Regel gut mit Grundwasserleitern verbunden, die sie allmählich wieder auffüllen. Sie haben auch eine Filterkapazität und wirken wie natürliche Filter, bevor sie das Wasser an Flüsse und Grundwasserleiter zurückgeben.

Warum versuchen wir heute, diese Feuchtgebiete wiederherzustellen? Seit dem Mittelalter und insbesondere im Laufe des 20. Jahrhunderts war die Logik, die Landschaft zu entwässern und das Wasser so schnell wie möglich abzuleiten, um sie bewirtschaften und ihr landwirtschaftliches Potenzial nutzen zu können. Es wurden also Entwässerungsgräben und -kanäle geschaffen, die den Wasserstand in den Böden dieser Feuchtgebiete senken und damit ihre Funktion als Schwamm begrenzen. Das Feuchtgebiet Autagne (hier in Grignan, einem Gebiet, in dem das Wasser steht), wurde von diesen Anpassungen nicht verschont. Die physischen Merkmale, die Topographie und die Bodenbeschaffenheit sind jedoch weiterhin vorhanden, und Maßnahmen wie das Anheben des Bodens der Gräben könnten einen Teil der Funktionen des Feuchtgebiets wiederherstellen.

In einem Kontext des Klimawandels werden diese Maßnahmen zur Wiederherstellung von Lebensräumen, die uns viele Dienstleistungen bieten, immer dringlicher. Durch die längere Beibehaltung der Feuchtigkeit an diesen Orten fördern wir eine spezielle Fauna wie Libellen und Amphibien (Frösche und Kröten). Für die Entwicklung einer spezifischen Flora ist es notwendig, die Bodennutzung anzupassen, das heißt, den Boden nicht zu bearbeiten, und idealerweise eine Wiese mit spätem Mähen oder Beweidung zu erhalten.

Pour en savoir plus !

Des visites commentées de la ville ont lieu toute l’année pour les groupes à partir de dix personnes.

Rendez-vous à prendre auprès de l’Office de Tourisme 04 75 23 45 33,

ou auprès de l’Association : "XXXXX" : 04 75 23 20 97

Durée : 2 h. 30